Tag der Verfassung in der Werk-statt-Schule

Hallo Koschi,
in der Anlage sende ich dir mal den Bericht, von dem ich hoffe, dass er auch in die Zeitung kommt. Außerdem noch die Fotos von deinem „Einsatz“, für den wir uns nochmal ganz herzlich bedanken!
Liebe Grüße
Doris Gronwald

„Tag der Verfassung“ in der Werk-Statt-Schule e.V.

Am Dienstag, den 7. Oktober 2008 lud die Werk-Statt-Schule e.V. in ihren osteroder Räumen in der Eulenburg Jugendgruppen verschiedener Bildungsträger ein, sich auf eine ganz ungewohnte Weise mit der Verfassung auseinander zu setzen. Die Veranstaltung fand statt im Rahmen der Aktionswoche des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut“ – Jugend gegen Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit.

Die Frage „In welcher Verfassung bin ich … ?“ wurde zunächst ganz persönlich verstanden und in den Bereichen Körper, Geist und Seele mit konkreten und Mitmach-Aktionen gestellt und ausprobiert. Ein musikalisches Angebot rundete den „Parcours“ ab. Die Werk-Statt-Schule e.V. wurde dabei unterstützt vom Deutschen Roten Kreuz Osterode, dessen freiwillige Helfer die körperliche Verfassung nach einem kleinen Fitness-Test mit Hilfe eines Vitalfunktions-Checks dokumentierten. Konkrete Tipps, wie man die geistige Fitness steigern kann, gab es von dem bekannten Motivationstrainer Frank „Koschi“ Koschnitzke. Heiner Hunke von der Kreismusikschule Osterode testete, wie gut Rhythmen aufgenommen und eingehalten und bekannte Melodien zugeordnet werden können. Dem Thema seelische Verfassung näherten sich die jungen Erwachsenen auf verschlungenen Pfaden: Es galt, die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben und dessen Übereinstimmung mit den eigenen Zielen und Wünschen mit Hilfe einer Fantasiereise zu ergründen.


Erst nach ausführlichem Austausch untereinander wandten sich die Gäste der eindrucksvollen Darstellung unserer gesellschaftlichen Verfassung, dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, zu. Die Schaubilder waren von Schülerinnen und Schülern der 8. bzw. 10. Klasse der Hauptschule Neustädter Tor unter der Leitung von Rektorin Angelika Schröter im Rahmen einer Projektarbeit erstellt worden. Anhand einer Auswahl unserer Grundrechte wurde die jeweilige konkrete Bedeutung für den einzelnen im Alltag verdeutlicht. Eine weitere Darstellung stellte klar, wie wenig selbstverständlich im internationalen Vergleich diese Grundrechte sind. Verblüfft erkannten TeilnehmerInnen Zusammenhänge zwischen den Grundrechten und ihrem ganz persönlichen Wohlbefinden. So verblassten beispielsweise die ausgetauschten feinen Unterschiede der körperlichen Verfassung schnell vor dem Hintergrund, dass das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit keineswegs weltweit gesichert ist.

In einem Workshop erarbeiteten die Gruppen dann ihr jeweiliges Resumée: Welche Grundrechte finden wir in unserer Verfassung unverzichtbar? Welche würden wir gern in unserer Verfassung aufnehmen? Die Ergebnisse fielen ganz unterschiedlich aus, stimmten aber im Kern überein: Persönliche Freiheit ist wichtig. Gesellschaftliches Miteinander funktioniert aber nur, wenn die eigenen Rechte und Bedürfnisse nicht auf Kosten anderer, insbesondere Schwächerer, durchgesetzt werden.

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